Schwerer Verkehrsunfall mit RLF Ohlsdorf – Einsatzmannschaft verletzt

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vu-mit-rlf_05Die Freiwillige Feuerwehr Ohlsdorf war in der Nacht auf Samstag, dem 29. Mai 2004, gerade auf dem Heimweg von einen Brandmeldealarm. Medienberichten zufolge dürfte überhöhte Geschwindigkeit die Ursache gewesen sein, dass zu selben Zeitpunkt ein 21-jähriger Gmundener mit seinen Pkw im gleichen Bereich, wo sich gerade die Feuerwehrfahrzeuge befanden, auf die Gegenfahrbahn geriet.

Die Einsatzkräfte waren im Konvoi von drei Fahrzeugen auf dem Weg zurück ins Feuerwehrhaus, als sich der folgenschwere Verkehrsunfall anbahnte. Während die Lenker der ersten beiden Feuerwehrfahrzeuge dem jungen, entgegenkommenden Mann noch ausweichen konnte, hatte der Lenker des Rüstlöschfahrzeuges keine Chanze mehr, den Unfall zu verhindern. Der junge Pkw-Lenker krachte frontal gegen das RLF der FF Ohlsdorf.

 

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Der Unfall verursachende Pkw-Lenker wurde dabei in seinen Fahrzeug eingeklemmt, vier Mann der RLF Besatzung wurden ebenfalls verletzt. Wie am Tag darauf zu erfahren war, hatten die Feuerwehrleute noch relativ Glück:

 

Der Lenker des RLF erlitt ein Schleuderdrauma, ein Feuerwehr-Mann erlitt einen Schienbein-Sprung, ein weiterer Feuerwehrmann zog sich eine Rippenprellung zu und ein weiteres Feuerwehrmitglied erlitt vermutlich ebenfalls ein Schleudertrauma.

Die im Konvoi verfügbaren Feuerwehrkameraden kümmerten sich umgehend um die Verletzten. Zudem musste der verletzte und eingeklemmte PKW-Lenker aus seinem Wrack befreit werden.

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Neben den menschlichen Schäden ist auch der Sachschaden enorm. Am Rüstlöschfahrzeug wurde durch die Wucht des Aufpralles die Vorderachse herausgerissen. Zudem verschob sich auch der Rahmen des Fahrzeuges, wodurch auch der AT-Aufbau in Mitleidenschaft gezogen worden sein könnte.

Die Rettungs- sowie die anschließende Bergungsarbeiten wurden von den Feuerwehren Pinsdorf und Aurachkirchen unterstützt. Das havarierte Rüstlöschfahrzeug der FF Ohlsdorf wurde vom Stützpunkt-Kranfahrzeug der FF-Vöcklerbruck geborgen.

Textquelle: Hermann Kollinger

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“TÜRKISCHES FF AUTO”
So mancher Ohlsdorfer war im Sommer 2004 über ein Feuerwehr-Auto verwundert, das eine türkische Aufschrift trug. Der Hintergrund: Nach dem Crash zu Pfingsten, bei dem das Rüstfahrzeug fast einen Totalschaden abbekam, entschied die Versicherung, das Fahrzeug nicht auszutauschen, sondern reparieren zu lassen. In dieser Zeit hätte die Ohlsdorfer Wehr kein Tankfahrzeug gehabt.

Dann kamen aber Zufall und Bürokratie zu Hilfe: Eine steirische Großfirma (Radey-Heraklith) spendete der Ausgrabung im Ephesos ein Gebrauchtfahrzeug, hatte jedoch Probleme mit dem Zoll und konnte das Fahrzeug nicht in die Türkei liefern. Während der “Stehzeit” wurde das Fahrzeug den Ohlsdorfern geliehen.