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Florianistüberl

“Ohne Mampf kein Kampf” – ein wohl altbekannter Spruch der auch bei der Feuerwehr teils Zuspruch findet. Bei der Feuerwehr Ohlsdorf ist es umgekehrt da es meist zuerst den Kampf gibt und dann den Mampf, dank ein paar Kameraden welche nach den teilweisen Kraftraubenden Einsätzen die Versorgung der Einsatzkräfte sicherstellt.

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Das Ohlsdorfer- Florianistüberl befindet sich im ersten Stock des Gerätehauses. Errichtet wurde das Stüberl nicht beim Bau des Gerätehauses im Jahr 1988-1989, sondern erst Anfang 2000. In Eigenregie wurden die leerstehenden Räumen in denen sich nun das Stüberl, der Jugendraum und die Bekleidungskammer befinden errichtet. Zahlreiche hunderte Stunden Freizeit und Eigenmittel der Feuerwehr wurde dabei aufgewendet. Es konnten damals zwar zahlreiche Arbeiten selbst erledigt werden, aber auch Inventar und Möbel kosten sehr viel Geld. Geld welches bestens investiert ist, sei es um die Kameradschaft zu fördern oder im Einsatzfall auch schnell Getränke und Speisen für Einsatzkräfte oder auch Geschädigte bereitzustellen.

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Gepflegt und Verwaltet wird das Stüberl seit Jahren von unseren Kameraden Mario Kreuzer. Davor führten die Kameraden Gaigg Adolf, Stanig Johann und Stanig Helga das Stüberl. Neben den fixen Stammtischen sind beide zu den „Cookies“ der Feuerwehr geworden. Egal zu welchen Anlass – auf die Stüberl– Crew ist verlass und die lassen niemanden verhungern. Auch die Versorgung nach teilweisen großen Einsätzen wird meist von den beiden und ein paar Helfern durchgeführt. Hierbei sei vor allem die Logistik und das Geschick nicht außer acht zu lassen. Teilweise wurde eine Küche und Labstelle innerhalb einer Stunde aus dem nichts aufgebaut und ein fertiges Menü für die Einsatzmannschaft gezaubert.

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Aber auch das Zusammenspiel der Einsatzleitung vor Ort mit der S4 Crew muss stimmen. Ein großes Lager im Keller bietet für längere Einsätze einen internen Speicher zur Versorgung der Mannschaft. Sollten dennoch andere Feuerwehren dazu kommen wird meist eine andere Maschinerie hochgefahren. Egal ob Tag oder Nacht, mit der Unterstützung der Wirten und ein paar Geschäften in Ohlsdorf ist es fast möglich Rund um die Uhr die wichtigsten Lebensmittel zu bekommen. Sollte ein Einsatz dementsprechend länger andauern, wird  das System auf eine Art Catering umgestellt. Neben Getränken werden auch Speisen an die Einsatzstelle verbracht und verteilt. In den Wintermonaten können so auch heiße Getränke rasch zur Einsatzstelle gebracht werden.

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Stammtisch – Gschnas – Hüttngaudi und verschiedene Feiern
Aber wie schon erwähnt ist das Team des Stüberls Hauptsächlich in den eigenen vier Wänden tätig. Fast jeden Monat findet der Stammtisch statt und bietet je nach Jahreszeit verschiedenes. So findet meist im Herbst bzw. Winter ein „Wilder“ Stammtisch statt und Küchenchef Mario Kreuzer kocht für die Besucher ein Wildmenü vom feinsten. Gleich im Februar geht’s bunt zu im Stüberl. Das Feuerwehrinterne- Gschnas ist seit Jahren beliebt und bekannt. Zahlreiche Narren besuchen es jedes Jahr.

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Im Frühjahr bzw. Sommer wird Wetter bedingt in der Fahrzeughalle oder im Garten gegrillt. Nach der Sommerpause im August (kein Stammtisch wegen Zeltfest) folgt das Oktoberfest mit Brezn, Weißwurscht und Weisbier. Im Dezember organisiert das Stüberl die „Hüttngaudi“ vor dem Gerätehaus. Bereits seit Jahren öffnete an den Adventwochenenden die Punschhütte die Tür und wurde bisher bestens besucht. Hierbei helfen wieder zahlreiche Kameraden um alle Dienste an den Mann zu bringen.

Die Einnahmen des Stüberl werden hauptsächlich für die Verköstigung von Einsätzen und vom Übungsdienst herangezogen.

 

Aber auch für den Einsatzdienst wurde seitens des Stüberl investiert. So wurde der neue Anhänger rein vom Stüberl finanziert. Der Sparstift ist dennoch ein wichtiges Gerät. So erhielt nach dem Um– bzw. Zubau am Ohlsdorfer Gerätehaus auch das Stüberl leichte Veränderungen. Eine Sitzbank wurde verlängert und die Tür in den Gang verlegt. Auch der Bereich der Gardarobe wurde umgebaut und der Sparvereinskasten aufgehängt. Ein neuer Fernseher wurde ebenfalls angeschafft und montiert.

Für den „Sonderdienst“ bringt der Stüberlwirt jährlich mehrere Stunden Freizeit auf, welche in den ganzen Statistiken nicht geführt werden. Somit gebührt unseren Wirt Mario ein großes Danke, aber auch den anderen Helfern sei gedankt. Wir hoffen weiterhin zahlreiche Kameraden bei den internen Veranstaltungen begrüßen zu dürfen und hoffen bei den externen auf rege Teilnahme der Bevölkerung.